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Sicherheit bei Kindersofas

Gerade Kindersofas sollten in jeder Hinsicht Sicherheit garatnieren.

Gerade Kindersofas sollten in jeder Hinsicht Sicherheit garatnieren. (Bilder: Bildhinweise)

Natürlich wollen wir für unsere Kinder im Rahmen des Möglichen immer nur das Beste. Und das vor allem auch in puncto Sicherheit. Was es bei Kindersofas zu beachten gilt, lesen Sie in diesem Artikel.

Kinder, vor allem besonders kleine, sollten nur Sofas bekommen, die auch für ihr Alter gedacht sind. Für Kleinkinder konzipierte Polstermöbel sind so gestaltet, dass sie sich ohne Hilfe darauf setzen können, sie sich nicht an ihnen verletzen können, und so leicht, dass auch nichts passiert, wenn ein Kind im Eifer des Gefechts einmal darunter gerät.

Geprüfte Sicherheit bei Kindersofas

Dass all diese Aspekte berücksichtigt und auch überprüft wurden, garantiert das Siegel „Geprüfte Sicherheit“ (GS). Das GS-Zeichen „stellt sicher, dass ein Produkt bei bestimmungsgemäßem oder vorhersehbarem Gebrauch keine Gefahr für die Sicherheit und die Gesundheit von Personen darstellt“. Die geprüften Produkte entsprechen dann den Anforderungen des deutschen Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG).

Vergeben dürfen das GS-Zeichen die Prüfstellen, die von der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) dafür zugelassen wurden, darunter u. a. TÜV und Dekra. Wurde das GS-Zeichen vergeben, wird in regelmäßigen Abständen überprüft, ob das Produkt weiterhin die Kriterien für das Siegel erfüllt. Wir können also davon ausgehen, dass ein derart ausgezeichnetes Möbelstück auch wirklich den aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht.

Nicht nur spitze Kanten oder  hervorstehende Teile stellen eine Gefahr für Kinder dar. Es gibt auch unsichtbare Risiken, nämlich Schadstoffe, die sich eventuell im Material verbergen.

Blauer Engel für Kindersofas

Der Blaue Engel steht für eine umweltschonende Verarbeitung.

Der Blaue Engel steht für eine umweltschonende Verarbeitung. (Bild: Blauer Engel)

Schadstoffe können zum einen in den Textilien, also im Falle von Kindersofas, im Stoffüberzug stecken. Zum anderen aber auch in Klebern, mit denen beispielsweise die festen Bestandteile einer Couch verklebt wurden. Diese schädlichen Chemikalien dünsten aus und belasten sogar das Raumklima. Noch gesundheitsschädlichere Auswirkungen haben sie natürlich bei Polstermöbeln, mit denen man in direktem Kontakt kommt.

Das Umweltabzeichen Blauer Engel garantiert keine vollkommene Schadstofffreiheit, wohl aber, „dass das Möbelstück von der Produktion an über die gesamte Nutzungsdauer und bis hin zur Verwertung und Entsorgung geringere Umwelt- und Gesundheitsbelastungen verursacht als vergleichbare Produkte ohne das Umweltzeichen“. Der Blaue Engel darf von verschiedenen, autorisierten Prüfinstituten vergeben werden. Sie testen die eingereichten Möbel auf Formaldehyd, Lösemittel und Weichmacher.

Oeko-Tex bei Kindersofas

Das Siegel Oeko-Tex schließt eine Reihe von schädlichen Bestandteilen in Textilien aus.

Das Siegel „Textiles Vertrauen“ schließt eine Reihe von schädlichen Bestandteilen in Textilien aus. (Bild: Oeko-Tex)

Speziell der Stoffbezug kann auch noch mit Oeko-Tex zertifiziert sein. Die dafür zugelassenen Prüfinstitute testen Textilien auf schädliche Bestandteile wie Azo-Farbmittel, Formaldehyd, Pentachlorphenol, Cadmium, Nickel usw.

Der „Standard 100“ ist laut Oeko-Tex „ein umfassendes, unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Produkte aller Verarbeitungsstufen“.

Eine Zertifizierung erhalten geprüfte Textilien nur, wenn alle ihre Bestandteile die strengen Anforderungen erfüllen. Diese werden „jährlich aktualisiert und gehen weit über gesetzliche Regulierungen hinaus“.

Freiwillige Kennzeichnung

Sowohl das GS-Zeichen, der Standard von Oeko-Tex als auch der Blaue Engel sind im Gegensatz zum CE-Kennzeichen nicht gesetzlich vorgeschrieben. Das heißt, die Hersteller bemühen sich selbst um diese Auszeichnungen, wenn sie der Meinung sind, dass ihre Produkte die erforderlichen Kriterien erfüllen. Solchen Kindersofas kann man absolut vertrauen, aber auch andere Möbelstücke, die diese Zeichen nicht tragen, müssen deshalb nicht stärker von Schadstoffen belastet oder von minderer Qualität sein.

Auch als Laie kann man erkennen, ob ein Möbelstück stabil ist und bei Textilien die Geruchsprobe machen. Beißt es unangenehm in der Nase, sind schädliche Chemikalien im Spiel, und man sollte die Hände davon lassen. Riecht es neutral, stehen die Chancen gut, dass sich im Stoff keine Schadstoffe befinden.